SPD Fraktion besucht GSZH Hückelhoven

SPD-Rats-Fraktion Hückelhoven besuchte das Erfolgsmodell „Gründer- und Service-Zentrum Hückelhoven“

 

Ein Erfolgsmodell in Sachen Wirtschaftsförderung besichtigte nun die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hückelhoven: Das Gründer- und Service-Zentrum Hückelhoven (GSZH) in der Rheinstraße, das seit 25 Jahren „Start-Ups“ variablen Raum zur Unternehmensgründung bietet. Derzeit sind in den ansässigen Unternehmen 150 Menschen beschäftigt, erfuhr die SPD-Fraktion mit Vorsitzendem Jörg Leseberg von GSZH-Chef Arndt Thebrath, der die zur Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises gehörende Einrichtung leitet.

Mit einer rund zweistündigen informativen Power-Point-Präsentation beschrieb Arndt Thebrath sehr ausführlich wie so mancher Gründungsprozess abläuft:

– Beratung durch ihn als Gründungsberater,

– Erstellung eines Businessplans,

– Sicherstellung der Finanzierung durch die Hausbank des Gründers oder

Vermittlung der Hausbank an eine Förderbank (z.B. NRW Bank, KfW)

– Anmietung geeigneter Räumlichkeiten im GSZH,

– Start der Unternehmung mit der Möglichkeit der ständigen Hilfe durch das

GSZH z.B. durch Vermittlung von Kontakten.

– Erfolgreiche Konsolidierung des jungen Unternehmens und Auszug aus dem

GSZH.

Arndt Thebrath berichtete, dass es für viele erfolgreiche Gründer schwer ist, einen geeigneten Termin für den Auszug aus dem GSZH zu finden.

Zur Eröffnung des GSZH vor fast 25 Jahren sei der damalige NRW-Wirtschaftsminister Clement vor Ort gewesen und habe eindringlich darauf beharrt, dass die Gründer spätestens nach einem Jahr wieder ausziehen müssten. Zum Glück wurde diese unrealistische Vorgabe nie als Vorschrift oder gar Gesetz verfasst, so Arndt Thebrath.

Die durchschnittliche Verweildauer beträgt drei bis fünf Jahre. Es gebe aber auch einige „Ausreißer“ die bis zu sieben Jahre im GSZH blieben. Es würden aber auch nicht sämtliche Gewerbe gefördert, z.B. Einzelhandel oder Handwerksbetriebe, die überwiegend beim Kunden arbeiten (Dachdecker oder Friseure) und es deshalb keinen Sinn mache, sie im GSZH anzusiedeln.

Die Auslastung des GSZH sei seit Jahren gut bis sehr gut. Aktuell sei eine Erweiterung von 300 Quadratmetern geplant, über die aber noch nicht endgültig entschieden sei.
Wegen fehlender alternativen Flächen wird eine 300 Quadratmeter große Kranbahnhalle (die Kranbahn wurde wegen fehlendem Bedarf noch nie genutzt) nun mit einer Zwischendecke versehen und so die Quadratmeter-Zahl der Halle verdoppelt. Bereits beim Bau wurden im „Obergeschoss“ schon sämtliche Fenster eingebaut, so dass ein Ausbau relativ einfach zu verwirklichen ist. Aktuell soll in Kürze das vorhandene Bistro durch ein Catering des Hotels am Park einen Frühstücks- und Mittagsservice gewährleisten. Dies wäre ein weiterer Service für die derzeit mehr als 150 Beschäftigten der Gründerfirmen. Der bisherige Betrieb des Bistros war leider als „Alleinbetrieb“ nicht tragfähig. Deshalb setzt man jetzt große Hoffnungen auf den Caterer Hotel am Park, der dann mit einer Mitarbeiterin vor Ort sein wird.

2016-12-21T18:14:40+02:00